Elektroauto-Sammeleinkauf erneut verfügbar: ZOE und Kangoo ein Fünftel günstiger

Beispielrechnung für den Elektroauto-Rabatt

Beispielrechnung für den Elektroauto-Rabatt

Die Elektroauto-Aktion der Energiegenossenschaft aus Dezember 2016 mit den Bürgerwerken als Kooperationspartner wird verlängert. Damit besteht eine neue Gelegenheit, günstig auf Elektromobilität umzusteigen. Der Rabatt liegt bei 18 %/20 % des Kaufpreises für die vollelektrischen Renault-Modelle ZOE und Kangoo Z.E. Das Angebot gilt vorerst bis zum 30. Juni 2017 und kann bei jedem Renault-Händler in Deutschland eingelöst werden. Es ist unabhängig davon, ob der ZOE oder der Kangoo Z.E. gekauft oder geleast werden. Grundlage für das Angebot ist ein Rahmenvertrag zwischen unseren Kooperationspartner, den Bürgerwerken, und Renault Deutschland.

Zusätzlich zum Renault ZOE gilt der Rabatt auch für den Renault Kangoo Z.E.

Zusätzlich zum Renault ZOE gilt der Rabatt auch für den Renault Kangoo Z.E. (Foto: Renault Deutschland)

Der Rabatt beträgt 20 % bei Batterie-Miete bzw. 18 % bei Batterie-Kauf. Die Voraussetzungen für das Angebot sind:

  • Mitgliedschaft in der Energiegenossenschaft Wittgenstein eG
  • Stromkunde bei den Bürgerwerken
  • Das Halten des Fahrzeuges für mindestens sechs Monaten.
  • Das Erbringen eines Gewerbenachweises, wobei der Betrieb einer Photovoltaik-Anlage als Gewerbe anerkannt.
  • Der Rabatt gilt zuzüglich zu einer Überführungspauschale (690 €) sowie zu einem Abwicklungsentgelt (490 €) und kann mit der staatlichen Kaufprämie in Höhe von 2.000 € kombiniert werden.

Bei Interesse freuen wir uns über Ihre E-Mail an info [at] energiegenossenschaft-wittgenstein.de. Ebenso können Sie telefonisch mit uns Kontakt aufnehmen.

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Einladung zur Generalversammlung 2017 mit Elektromobilität zum Kennenlernen

Alle Mitglieder und Interessierte sind herzlich zur vierten Generalversammlung der Energiegenossenschaft Wittgenstein eG eingeladen. Diese findet am Mittwoch, den 28. Juni 2017, um 19:00 Uhr im Vereinsheim Wabach-Sportpark, Gennernbach 40, Bad Laasphe, statt. Als besonderen Punkt wird zuerst in einem Vortrag und anschließend mit Probefahrten das Thema Elektromobilität thematisiert. Dabei werden verschiedene Elektroauto-Typen vorgestellt. Bereits vor der Generalversammlung besteht ab 18:00 Uhr die Möglichkeit für Probefahrten bzw. die ausgestellten Elektroautos zu bestaunen.

Falls Sie als Genossenschaftsmitglied verhindert sein sollten, besteht die Möglichkeit, über eine Vollmacht ein anderes Mitglied der Energiegenossenschaft für Sie teilnehmen und abstimmen zu lassen. Ein Bevollmächtigter kann nicht mehr als zwei Mitgleider vertreten.

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Photovoltaik-Anlage Feudingerhütte wird erweitert

PV-Anlage Feudingerhütte

Die Anlage Feudingerhütte wird auf der anderen Seite des Gebäudedaches um 14,4 kW erweitert

Die Energiegenossenschaft Wittgenstein setzt aktuell ihre vierte Photovoltaik-Anlage unter den Namen „Feudingerhütte II“ um. Aufgrund der aktuell guten Investitionsbedingungen wird die Anlage Feudingerhütte in Bad Laasphe-Feudingen erweitert, indem auf der Nordwest-Seite des Gebäudes eine 14,4 Kilowatt-Anlage installiert wird. Diese soll jährlich mehr als 11.000 Kilowattstunden sauberen Strom produzieren. Aufgrund der vorhandenen elektrotechnischen Infrastruktur der bestehenden Anlage gestaltet sich die Umsetzung für die Energiegenossenschaft einfach. So muss bspw. kein erneutes Gutachten für die Statik der Dachfläche angefertigt werden.

Seit September 2014 erzeugt die Anlage Feudingerhütte Strom. Während seitdem die Einspeisevergütung für Photovoltaik-Strom nur um wenige Prozentpunkte gesunken ist, liegen die Kosten für die Erweiterung der neuen Anlage pro Kilowatt etwa 20 % unter den Kosten der Bestandsanlage. Aus diesem Grund lohnt sich die Investition trotz der ausrichtungsbedingt etwas schlechteren Ausbeute der Photovoltaik-Anlage. Mit der neuen Anlage steigt die installierte Leistung an Photovoltaik-Anlagen auf 163 Kilowatt.

Weitere Informationen zur Bestandsanlage „Feudingerhütte I“ siehe Photovoltaik-Projekte.

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Umbenannt in Energiegenossenschaft Wittgenstein: Mitglieder und Projekte in Bad Berleburg und Erndtebrück gesucht

Als „Energiegenossenschaft Wittgenstein eG“ stehen wir nun für interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Bad Berleburg und Erndtebrück offen, nachdem unser neuer Name in das Genossenschaftsreigster eingetragen worden ist. Bewohner aus Erndtebrück und Bad Berleburg laden wir herzlich zur finanziellen Beteiligung in der Genossenschaft und/oder der ehrenamtlichen Mitarbeit für den Genossenschaftsgedanken, der Erzeugung regenerativer Energien, ein (→ Mitmachen). Ebenso möchte die Energiegenossenschaft Wittgenstein gemeinsam für und mit lokalen Partnern in beiden Gemeindegebieten Erneuerbare-Energien-Projekte umsetzen.

Erste Gespräche über vielversprechende Projekte wurden bereits geführt sowie die jeweilige Umsetzbarkeit untersucht – zusätzlich zu der Unterstützung des Projektes NaBiWo (Nahwärmenetz Birkelbach und Womelsdorf). Denn es gibt noch große Potentiale, bspw. weitere Photovoltaik-Anlagen auf Wittgensteiner Dächern zu installieren. Das ehrenamtliche Team freut sich auf diese neuen Möglichkeiten, die Energiewende und die lokale Wertschöpfung zu fördern. Das Ziel ist, dass der Bürger die Energieversorgung und -verteilung selbst in die Hand nehmen – umweltfreundlich und nachhaltig: Ohne Atommüll, klimaschädliche CO2-Emissionen oder Energiemonopole.

Dabei sind alle Arten von Erneuerbaren-Energien für die einzige Wittgensteiner Bürgerenergiegesellschaft interessant. Mit bisher drei umgesetzten Photovoltaik-Anlagen konnte die Energiegenossenschaft Wittgenstein 2016 über 100.000 Kilowattstunden Ökostrom erzeugen. Im Jahr 2017 wird die neue dritte Anlage jedoch erstmals vollständig zur Bilanz beitragen. Aufgrund ihrer guten Umsetzbarkeit, dem geringen wirtschaftlichen Risiko und der einfachen Technik ist die Nutzung von Sonnenenergie wichtigster Bestandteil der bisherigen Aktivitäten.

Entgegen mancher Erwartung bieten sich Photovoltaik-Anlagen aus mehreren Gründen zurzeit an: Die Preise für Photovoltaik-Module werden weiterhin kontinuierlich günstiger – bei konstanter Einspeisevergütung. Außerdem wird durch steigende Strompreise  der Selbstverbrauch des Stromes attraktiver. Verschiedene Betreibermodelle bietet die Energiegenossenschaft an: Eine Verpachtung zur Selbstnutzung des erzeugten Stromes oder der Verkauf des günstigen Stromes an den Gebäudeinhaber sowie einmalige oder jährliche Pachten – mit oder ohne Übernahme der Anlage nach Auslaufen der EEG-Vergütung.

Mit dem neuen Namen konnte das einstimmige Votum unserer Mitglieder auf der Generalversammlung 2016 umgesetzt werden. Inzwischen wurde auch die Webseite auf die neue Adresse www.energiegenossenschaft-wittgenstein.de sowie ein Großteil der Dokumente umgestellt. Die Umbenennung war nicht leicht zu bekommen: Die Überzeugung des Amtsgerichts Siegen erforderte einige Mühen, rechtswissenschaftliche Ausarbeitungen und eine große Portion Geduld. Zusammen mit einer formalen Satzungsänderung ist der neue Name in das Genossenschaftsregister eingetragen worden.

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Energiegenossenschaft bei Elektroauto-Sammelkauf von Renault ZOE dabei: Ein Viertel günstiger

Mit den BürgerwLogo der Bürgerwerkeerken als neuer Verbundpartner kann die Energiegenossenschaft Bad Laasphe ihren Mitgliedern jetzt limitiert vergünstigste Elektroautos anbieten. Über einen Sammelkauf können die Fahrzeuge ein Viertel günstiger als der Listenpreis angeboten werden. Über einen süddeutschen Renault-Händler werden die vollelektrischen Fahrzeuge vom Typ ZOE durch einen Rahmenvertrag bestellt. Ab Januar 2017 ist der ZOE mit einer vergrößerten Batterie verfügbar, welche bis zu 400 km Reichweite ermöglicht. Einzige Bedingung für das Angebot ist lediglich eine Mitgliedschaft in der Energiegenossenschaft sowie ein Stromtarif bei den Bürgerwerken. Das Angebot gilt bis zum 31. Dezember 2016.

Neben der günstigen Anschaffung durch die Einkaufsgemeinschaft sind die Betriebskosten wegen dem Wegfallen vom Tanken, fehlender Motor-Verschleißteilen und einer Befreiung von der Kfz-Steuer deutlich günstiger, als bei Verbrennern. Zusammen mit dem Stromtarif der Bürgerwerke fährt man das Auto im Regelbetrieb für unter fünf Euro pro hundert Kilometern. Durch die Kombination aus Ökostrom und Elektroauto fährt man nachhaltig sauber und günstig zugleich.

Je nach Ausstattungsvariante und Batteriekapazität kosten die Fahrzeuge im Sammeleinkauf zwischen 15.500 und 19.000 Euro brutto inkl. Überführung, Erstservice und Abwicklungsgebühr mit Umweltprämie. Der Listenpreis beträgt dagegen 22.100 bzw. 26.700 Euro. Die Leasingraten liegen bei 15.000 km jährlicher Laufleistung und 36 Monaten Vertragslaufzeit zwischen 120 und 200 Euro netto. Beim Leasing ist durch die Elektroautoprämie keine Anzahlung nötig. Das Auto kann beim Händler in Sindelfingen abgeholt werden oder wird gegen Gebühr geliefert.

Interessierte Fahrer brauchen keine Angst davor haben, dass der Akku nicht durchhält. Der Stromspeicher kann entweder gekauft oder gemietet werden. Die Miete hat den Vorteil: Macht der Akku irgendwann einmal Probleme, erhält der Kunde innerhalb der Mietlaufzeit kostenlos Ersatz, da Renault eine Kapazität von 85 % gewährleistet. Die Batteriemiete ist abhängig von der Größe und jährlichen Laufleistung. Sie beträgt monatlich zwischen 59 Euro (7.500 km jährliche Laufleistung, Speicherleistung von 22 kWh) und 119 Euro (20.000 km Laufleistung, 41 kWh).

Die Bürgerwerke verstehen sich als Zusammenschluss von Bürgerenergiegesellschaften. Die 60 Mitgliedsgesellschaften repräsentieren über 10.000 Bürger, welche die Energiewende mitgestalten wollen. Die 2013 gegründete Genossenschaft hat für ihre Idee bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Grundidee ist der Vertrieb von echtem Ökostrom aus Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft der teilnehmenden Bürgerenergiegesellschaften. Der Gewinn daraus kommt den einzelnen Energiegesellschaften zu Gute, die ihre Grünstrom-Erzeugung damit steigern können und die Energiewende vor Ort umsetzen.

Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage detaillierte Informationen zu dem Angebot zu: info@energiegenossenschaft-bad-laasphe.de. Alternativ steht auch Torsten Schwarz von den Bürgerwerken als Ansprechpartner zur Verfügung: Tel. 06221 3 928 928 oder torsten.schwarz@buergerwerke.de.

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Mehr Extremwetter in Wittgenstein und Siegeszug der Erneuerbaren Energien – ein Kommentar zum Weltklima-Gipfel

Ein Ende der Kostenreduktion von Erneuerbaren Energien ist nicht in Sicht

Ein Ende der Kostenreduktion von Erneuerbaren Energien (hier PV-Anlage auf dem Städt. Gymnasium Bad Laasphe) ist nicht in Sicht

Auf der UN-Klimakonferenz in Marrakesch wird intesiv über die weltweite Klimastrategie diskutiert. Dabei werden die Folgen des Klimawandels auch zunehmend in Wittgenstein deutlich. Kreislandwirt Lothar Menn konstatierte, dass die Zunahme der Wetterextremen zu längeren Perioden von Nässe und Trockenheit führt (Siegener Zeitung vom 8. November 2016). Es stiegen die Starkniederschläge; die Wetterstation Kahler Asten registrierte von 1955 bis 2015 fast 25 Schneetage weniger und einem Temperaturanstieg von 0,5 bis 0,8 Grad Celsius. Da scheint der Wahlerfolg des designierten US-Präsidenten Donald zur Unzeit zu kommen. Der bekannte im November 2012 auf Twitter: „Die Idee der globalen Erwärmung wurde von und für die Chinesen erfunden, um die US-Wirtschaft wettbewerbsunfähig zu machen.“

Jedoch kann selbst bei einer Ablehnung des Klimawandels nicht der weltweite Erfolg der Erneuerbaren Energien bestritten werden. Im Jahr 2015 wurden erneut Ausbaurekorde gebrochen – bei weiter fallenden Erzeugungspreisen. Es wurden täglich 500.000 Solarmodule montiert oder allein in China alle zwei Stunden eine neue Windkraftanlage installiert (iwr.de). In China wurde passend dazu auch eine fulminante Elektroautoquote beschlossen, welche bereits ab 2018 gilt. Keine Utopie in Zeiten von immer größeren Reichweiten, welche für einen Großteil der Bevölkerung völlig ausreichend sind.

Die Strahlung am havarierten Reaktor 4 von Tschernobyl ist weiterhin deutlich erhöht (2,4 µSv/h statt dem Normalwert 0,15 µSv/h)

Die Strahlung am havarierten Reaktor 4 von Tschernobyl (im Hintergrund) ist weiterhin deutlich erhöht (2,4 µSv/h statt dem Normalwert 0,15 µSv/h)

Von den Gefahren der Kernkraft erinnert dieser Tage der havarierte Reaktor von Tschernobyl: Dort wurde eine „Übergangslösung“ fertiggestellt. Das bisher größte bewegliche Landbauwerk der Menschheit soll bis die Radioaktivität für die kommenden 100 Jahre einschließen. Bisher schützt nur eine provisorische Abdichtung vor den 180 Tonnen hochradioaktiven Material. Damit wird das Problem Tschernobyl lediglich verschoben, denn für die Aufarbeitung der strahlenden Wrackteile ist bisher unmöglich. Nur mittels internationaler Hilfsgelder kann die Ukraine die Kosten von 1,5 Mrd. Euro für das Projekt aufbringen (zeit.de). Auch die extremen Kosten von Großbritanniens neuem Kernkraftwerk Hinkley Point C mahnen: Rund 11 Eurocent pro Kilowattstunde mit Inflationsausgleich für die nächsten 35 Jahre. Die Baukosten werden mit ca. 28 Mrd. Euro angegeben (telegraph.co.uk).

Bereits jetzt ist Strom aus Sonnen- und Windenergie deutlich günstiger für als das neue Kernkraftwerk nutzbar – ohne das immense Summen des Rückbaus, strahlender Müll und die Reaktorsicherheit bedacht werden müssen. Vor allem: Aller Vorurteile zum Trotz existieren bereits alle nötigen Technologien, die Energieversorgung zügig von Kern- oder Kohlekraft auf Erneuerbare Energien umzustellen. Diese tragen bspw. die Namen Power-to-Heat, intilligenter Stromverbrauch, Sektorenkopplung – ohne das eine „Dunkelflaute“ droht.

Biomasseheizkraftwerk Wittgenstein

Biomasseheizkraftwerk Wittgenstein (im Februar 2016 besichtigt)

Auch wenn die Politik den deutschen Bürgerenergiegesellschaften mit stetig neuen Gesetzesänderungen das Leben schwer macht, so gibt es für alle Bürgerinnen und Bürger viele Möglichkeiten sich für die Energiewende und gegen den Klimawandel einzusetzen. Wittgenstein ist für eine nachhaltige Energiepolitik prädestiniert: Entgegen mancher Vermutung lohnen sich Photovoltaik-Anlagen weiterhin, es existieren Potentiale zur Wasserkraft-Nutzung, als waldreichster Landkreis kann Biomasse zur Wärme- oder Stromerzeugung genutzt werden und der Wind weht stark, was seit Kyrill bekannt ist. Die Vorteile – lokale Wertschöpfung, den Klimaschutz, vermiedene Umweltschäden und eine nachhaltige Energieerzeugung – bieten sich an. Und sind Motivation für die Energiegenossenschaft, dort weiter aktiv zu sein.

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Besichtigung der Mühle: Saubere Wasserkraftnutzung in Wittgenstein

Das Treibgut der Eder wird schwallartig an der Turbine vorbei in den Fluss zurückgeleitet

Das Treibgut der Eder wird schwallartig an der Turbine vorbei in den Fluss zurückgeleitet

Am Samstag besichtigte die Energiegenossenschaft die alte Mühle in Womelsdorf. Dort wird die Wasserkraft wieder für eine saubere und effiziente Stromerzeugung genutzt – ohne dass dies optisch oder akustisch wahrnehmbar ist. Meist über 20 Kilowatt liefert die Anlage im Mittel – lediglich bei Trockenheit oder Hochwasser sinkt die Leistung. Mit der geplanten Sanierung des Wasserzulaufes könnten bald 34 Kilowatt erzeugt werden. Die Leistung der Mühle hängt vom Wasser ab, welches von der Eder abgelenkt wird. Zusammen mit dem Projekt NaBiWo hat Womelsdorf die Möglichkeit, ein Bioenergiedorf zu werden, indem sowohl Strom als auch Wärme regenerativ erzeugt wird. Das würde auch die beiden Iniatoren der Turbine erfreuen, Achim Wickel und Bernd Föllmer, welche mit viel Arbeit und aus Überzeugung die große Investition die Erneuerung der Turbinentechnik gewagt haben.

Kaum sichtbar ist die Turbine in der Mühle verbaut

Kaum sichtbar ist die Turbine in der Mühle verbaut

Die Effizienz der modernen Anlage zeigt sich bei folgendem Vergleich: Die alte Turbine aus den 1930er-Jahre erzeugte mit dem gleichen Wasserzulauf maximal nur 10 Kilowatt Leistung. Auch der Naturschutz hat sich deutlich verbessert: Durch einen feinen horizontalen Rechen ist der Schutz der Fische und deren Abstieg durch die Anlage gewährleistet.

Dass in dem Projekt von Achim Wickel und Bernd Föllmer sehr viel Herzblut steckt, wird bei der Besichtigung deutlich. Einen Tag vor dem Ablauf der Wasserrechte konnten diese im Februar 2013 bei der Bezirksregierung verlängert werden. Mit den Einnahmen des Stromverkaufes könnte in Zukunft auch die noch vorhandene historische Mühlentechnik wieder in Schuss gebracht werden. Die Chancen dafür stehen gut: 80 Jahre und mit wenig Wartung soll die Turbine Strom produzieren. Dabei handelte es sich um eine Einzelfertigung. Knapp 100 Tonnen spart die Turbine pro Jahr an CO2-Emissionen ein.

Die Aufarbeitung der Mühlentechnik konnte durch die Einnahmen der Wasserkraft querfinanziert werden

Die Aufarbeitung der Mühlentechnik könnte durch die Einnahmen der Wasserkraft querfinanziert werden

Im Hinblick auf zahlreiche alten Mühlen in Wittgenstein ist da großes Potential, das heimische Wasser für die saubere Stromerzeugung zu nutzen. Während beispielsweise an der Lenne zahlreiche Anlagen laufen, ist die Womelsdorfer Mühle die einzige vergleichbare Anlage im Altkreis Wittgenstein. Die Energiegenossenschaft bietet Mühlenbesitzern an, sich zusammen mit der Thematik zu beschäftigen und unterstützend aktiv zu werden. Denn sowohl mit dieser Art der Wasserkraft als auch per Entspannungsturbine im Trinkwassernetz ließen sich in Wittgenstein möglicherweise große Potentiale aus der Wasserkraft für die lokale Stromerzeugung erschließen.

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Einladung zur Mühlenbesichtigung und zur LEADER-Auftaktveranstaltung

Die Energiegenossenschaft lädt alle Mitglieder und Interessierte am Samstag, den 22. Oktober um 11 Uhr, zu einer Besichtigung der Alten Mühle in Erndtebrück-Womelsdorf ein. Vor Ort ist moderne Stromerzeugung aus Wasserkraft erlebbar: Seit diesem Jahr produziert eine neue 37 Kilowatt-Francis-Turbine sauberen Strom – rechnerisch genug für den ganzen Ort Womelsdorf. Schon 1691 wurde dort die Nutzung des Wassers dokumentiert.

Am Nachmittag des selben Tages findet die LEADER-Auftaktveranstaltung statt. Dort wird unter anderem auch der Projektantrag für das Nahwärmenetz Birkelbach-Womelsdorf vorgestellt. Alle interessierten Bürger können dort über die einzelnen Projektideen diskutieren und sich informieren. Die Veranstaltung findet ab 15 Uhr im Sonnenhof in Wingeshausen statt.

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Erster Betriebsmonat überdurchschnittlich sonnig

PV-Anlage Wabach-Sportpark

PV-Anlage Wabach-Sportpark

Die neue Photovoltaik-Anlage der Energiegenosenschaft hat einen erfolgreichen Start hingelegt. Seit dem 1. September produziert die Anlage auf dem Dach des Wabach-Sportparks regenerativen Strom und konnte dank des sonnigen Septembers in ihrem ersten Betriebsmonat über 3.000 kWh erzeugen – mit einer installierten Leistung von 34,2 Kilowatt. Trotz der Ost-West-Ausrichtung des Daches läuft die Anlage gut. Auch für den Förderverein lohnt es sich ab sofort: Durch den Selbstverbrauch des Stromes spart er etwas bei der Stromrechnung und koppelt sich vor allem von weiteren Strompreissteigerungen ab. Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt der Anlage – neben einer einmaligen Pachtzahlung und der Übernahme der Anlage nach 20-jähriger Betriebszeit.

Auch die anderen Anlagen der Energiegenossenschaft Bad Laasphe haben im abgelaufenen September überdurchschnittlich viel Strom produziert. Auf dem Städtischen Gymnasium wurden 9.500 kWh und auf der ehemaligen Kläranlage Feudingen 1.140 kWh erzeugt. Der sonnige September gleicht auch das bisher etwas schlechtere Jahr 2016 aus. Nachdem 2015 ein ausgezeichnetes Sonnenjahr war, haben die langen Schlechtwetterperioden des diesjährigen Frühjahrs und Sommers sich in der Ausbeute der Anlagen niedergeschlagen.

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Größte Photovoltaik-Anlage Wittgensteins entsteht

Aufdachkonstruktion für die PV-Module

Aufdachkonstruktion für die Photovoltaik-Module

Die Montagearbeiten an der Photovoltaik-Anlage sind fast abgeschlossen

Die Montagearbeiten an der Photovoltaik-Anlage sind fast abgeschlossen

Seit Anfang August entsteht auf den Dächern der Firma Osterrath in Bad Laasphe die größte Photovoltaik-Anlage Wittgensteins. Die Anlage wird vor allem den Eigenverbrauch der Firma decken. 2180 Module ergeben eine installierte Leistung von 567 Kilowatt. Für die ausführende Firma Solaris ist es ebenso der bisher größte Auftrag in ihrer Firmengeschichte.

Die Anlage stellt für den Geschäftsführer Jan Roland Osterrath vor allem eine wirtschaftliche Investition da – vor allem in Zeiten von minimalen Guthabenzinsen. Der selbst-produzierte Strom ermöglicht es, sich von den stetigen Strompreissteigerungen abzukoppeln und den Firmenstandort zu stärken. Das Projekt zeigt auch, dass Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit kein Widerspruch darstellen, da sich das Projekt innerhalb von 10 Jahren rentiert hat. Trotz gesunkener Einspeisevergütung lohnt die Investition in die Anlage, da auch die Preise für die Photovoltaik-Module stark gefallen sind. Bereits zuvor zeigte sich die Firma als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit: Das komplette Heizungssysteme wurde von Heizöl auf Holz-Hackschnitzel umgestellt.

Die Idee entwickelte sich im vergangenen Jahr, als die Energiegenossenschaft auf der Suche nach neuen Projekten Kontakt aufgenommen hat. Die Umsetzung wurde tatkräftig vom Vorstand begleitet. Auch für weitere Projekte steht die Energiegenossenschaft gerne zur Verfügung. Sie berät unabhängig und begleitet den Planungsprozess – unabhängig vom Projektträger.

Die Freude über dieses Projekt wird angesichts der nackten Zahlen deutlich: Auf 3500 m² vorher ungenutzer Dachfläche sollen jährlich 481.000 kWh Strom produziert werden. Rechnerisch erzeugt das Unternehmen damit ein Viertel seines Stromes selber. Vor allem in der Woche wird der Strom vollends in der Firma verbraucht, wenn die Spitzenlast bis zu 500 Kilowatt beträgt. Am Wochenende wird der Überschuss größtenteils in das Stromnetz eingespeist und regional verbraucht.

Im kommenden Jahr ist am Standort eine neue 2000 m²-Halle geplant: Neuer Platz für weitere Module am größten Sonnenkraftwerk Wittgensteins.

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