Größte Photovoltaik-Anlage Wittgensteins entsteht

Aufdachkonstruktion für die PV-Module

Aufdachkonstruktion für die Photovoltaik-Module

Die Montagearbeiten an der Photovoltaik-Anlage sind fast abgeschlossen

Die Montagearbeiten an der Photovoltaik-Anlage sind fast abgeschlossen

Seit Anfang August entsteht auf den Dächern der Firma Osterrath in Bad Laasphe die größte Photovoltaik-Anlage Wittgensteins. Die Anlage wird vor allem den Eigenverbrauch der Firma decken. 2180 Module ergeben eine installierte Leistung von 567 Kilowatt. Für die ausführende Firma Solaris ist es ebenso der bisher größte Auftrag in ihrer Firmengeschichte.

Die Anlage stellt für den Geschäftsführer Jan Roland Osterrath vor allem eine wirtschaftliche Investition da – vor allem in Zeiten von minimalen Guthabenzinsen. Der selbst-produzierte Strom ermöglicht es, sich von den stetigen Strompreissteigerungen abzukoppeln und den Firmenstandort zu stärken. Das Projekt zeigt auch, dass Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit kein Widerspruch darstellen, da sich das Projekt innerhalb von 10 Jahren rentiert hat. Trotz gesunkener Einspeisevergütung lohnt die Investition in die Anlage, da auch die Preise für die Photovoltaik-Module stark gefallen sind. Bereits zuvor zeigte sich die Firma als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit: Das komplette Heizungssysteme wurde von Heizöl auf Holz-Hackschnitzel umgestellt.

Die Idee entwickelte sich im vergangenen Jahr, als die Energiegenossenschaft auf der Suche nach neuen Projekten Kontakt aufgenommen hat. Die Umsetzung wurde tatkräftig vom Vorstand begleitet. Auch für weitere Projekte steht die Energiegenossenschaft gerne zur Verfügung. Sie berät unabhängig und begleitet den Planungsprozess – unabhängig vom Projektträger.

Die Freude über dieses Projekt wird angesichts der nackten Zahlen deutlich: Auf 3500 m² vorher ungenutzer Dachfläche sollen jährlich 481.000 kWh Strom produziert werden. Rechnerisch erzeugt das Unternehmen damit ein Viertel seines Stromes selber. Vor allem in der Woche wird der Strom vollends in der Firma verbraucht, wenn die Spitzenlast bis zu 500 Kilowatt beträgt. Am Wochenende wird der Überschuss größtenteils in das Stromnetz eingespeist und regional verbraucht.

Im kommenden Jahr ist am Standort eine neue 2000 m²-Halle geplant: Neuer Platz für weitere Module am größten Sonnenkraftwerk Wittgensteins.

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